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2026-08-27T08:00:00
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SPI und Reisebank: Was unsere Partnerschaft auszeichnet
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Zum 100-jährigen Jubiläum der Reisebank gratuliert Ronald Boldt, Head of Operations der SPI GmbH, einem langjährigen Partner der Bank. Im Interview blickt er auf 35 Jahre Zusammenarbeit zurück, spricht über prägende Meilensteine, den Wandel von Technologie und Prozessen sowie die Bedeutung von Vertrauen, Verlässlichkeit und Partnerschaftlichkeit. Gleichzeitig richtet er den Blick nach vorn auf die Themen, die die Reisebank und SPI in den kommenden Jahren gemeinsam bewegen werden.
Mit welchen drei Worten würden Sie die Reisebank beschreiben?
Kompetent. Verlässlich. Partnerschaftlich.
Wenn Sie auf die Zusammenarbeit mit der Reisebank zurückblicken: Was war für Sie ein prägender Moment oder „Meilenstein“, der die Partnerschaft besonders gut beschreibt?
Die 35 Jahre, in denen SPI für die Reisebank arbeiten darf, sind geprägt von vielen schönen Erinnerungen, Meilensteinen und Persönlichkeiten. Es gab viele Momente, in denen wir technisch sehr erfolgreich waren, und auch solche, die uns menschlich berührt haben.
Ein besonders prägender Moment war für mich die gemeinsame Zeit während der Corona-Pandemie. Beide Unternehmen standen damals vor Herausforderungen, die sich vorher niemand hätte vorstellen können. Umso wichtiger war es uns, gemeinsam gut durch diese ungewisse Zeit zu kommen und dabei zugleich die Grundlage für starke Systeme und Produkte für die Zeit danach zu legen.
Vieles davon haben wir ganz pragmatisch und auf kurzem Weg besprochen, oft buchstäblich von Wohnzimmer zu Wohnzimmer am Telefon.
Für mich war das eine ganz besondere Erfahrung. Eine gute Partnerschaft funktioniert nicht nur, wenn die Zeiten gut sind. Gerade wenn es schwierig wird, zeigt sich, wie viel Vertrauen, Verständnis und Verlässlichkeit tatsächlich vorhanden sind.
Genau deshalb ist die Reisebank für mich heute mehr als ein langjähriger Geschäftspartner: Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen.
Jubiläum heißt Entwicklung: Welche Veränderung oder Professionalisierung haben Sie bei der Reisebank über die Jahre besonders wahrgenommen – fachlich, technologisch oder in der Zusammenarbeit?
Irgendwie ist alles ständig im Wandel – technisch wie fachlich. In der Technik muss permanent dafür gesorgt werden, dass Sicherheitsanforderungen erfüllt werden und veränderte Systemstrukturen funktionieren: virtuelle Systeme, Cloud-Betrieb, Homeoffice, neue Hardware. Parallel dazu verfolgt das OPO-Team laufend die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und entwickelt Prozesse weiter.
Am meisten imponieren mir die Menschen. Die Kollegen in der Reisebank leisten permanent Großes, um die Bank in diesem Wandel auf Stand zu halten und in die Zukunft zu bringen. Diese Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten ist für mich die auffälligste Veränderung über all die Jahre.
Was macht die Zusammenarbeit mit der Reisebank aus Ihrer Sicht erfolgreich – welche Prinzipien, Arbeitsweisen oder Werte funktionieren im Alltag wirklich?
Aus meiner Sicht vor allem drei Dinge: Vertrauen, kurze Wege und ein gemeinsames Verständnis davon, worauf es ankommt.
Nach 35 Jahren kennen wir die Abläufe, die Systeme und vor allem die Menschen auf beiden Seiten sehr gut. Man muss sich nicht bei jedem Thema neu erklären, sondern kann direkt in die Sache einsteigen. Wenn es ein Problem gibt, greift man zum Telefon, spricht offen darüber und sucht gemeinsam nach einer Lösung. Das funktioniert, weil beide Seiten wissen, dass der andere zu seinem Wort steht.
Bewährt hat sich außerdem, dass wir vom Betrieb her denken. Ein Kassensystem für die Geschäftsstellen und den Sortenhandel muss jeden Tag zuverlässig laufen – am Schalter, im Handel, unter Zeitdruck. Bei jeder Entscheidung fragen wir deshalb zuerst: Was bedeutet das für die Kollegen, die täglich damit arbeiten, und für die Kunden?
Und wir vereinbaren realistische Ziele, halten uns daran und sagen frühzeitig Bescheid, wenn etwas nicht wie geplant läuft.
Was braucht es, damit Kundinnen und Kunden sich auf Prozesse, Qualität und Sicherheit verlassen können – und wie setzt die Reisebank das gemeinsam mit Ihnen um?
Verlässlichkeit in der IT entsteht nicht durch ein einzelnes Werkzeug oder ein Zertifikat. Sie entsteht, wenn viele Grundsätze konsequent gelebt werden: Sauber definierte und getestete Prozesse, ein durchgängiges Qualitäts- und Änderungsmanagement, Sicherheit von Anfang an als fester Bestandteil jeder Entwicklung – und Menschen, die ihre Systeme wirklich verstehen.
Im Umfeld einer Bank kommt hinzu, dass regulatorische Anforderungen und Sicherheitsstandards permanent steigen. Im Kern steckt darin der Anspruch, dem Vertrauen der Kunden gerecht zu werden. Die Reisebank und wir haben hier ein gemeinsames Verständnis entwickelt: Neue Anforderungen – aus der Regulatorik, aus Produkt- und Prozesssicht oder aus dem Betrieb – werden frühzeitig gemeinsam besprochen, geplant und umgesetzt. Änderungen durchlaufen abgestimmte Test- und Freigabeprozesse, bevor sie in Produktion gehen. Und wenn im laufenden Betrieb doch einmal etwas klemmt, sind die Wege kurz und die Verantwortlichkeiten klar.
Besonders macht die Zusammenarbeit für mich, dass die Reisebank uns nicht als externen Lieferanten behandelt, sondern als Partner, der in die Überlegungen einbezogen wird. So können wir Anforderungen nicht nur umsetzen, sondern mitdenken. Das merken am Ende auch die Kunden: an stabilen Systemen, schnellen Prozessen am Schalter und der Gewissheit, dass ihre Daten und ihr Geld in guten Händen sind.
Blick nach vorn: Welche gemeinsamen Themen oder Verbesserungen stehen als Nächstes an und was ist Ihnen dabei in der Partnerschaft besonders wichtig?
Es gibt viele spannende Themen, die wir gerade gemeinsam umsetzen und planen. Das Wichtigste ist sicher die Erneuerung der Systemlandschaft hin zu Standardprogrammen und die Einführung eines neuen Backend-Systems. Für die meisten Kollegen bei der Reisebank sind das Änderungen, die nicht sofort sichtbar sind. Deutlich sichtbarer werden die Shop-Plattformen für die Partnerbanken, die gerade in Umsetzung sind. Und für die nächsten Jahre sind viele Systemänderungen für die Geschäftsstellen geplant.
Im Grunde setzen wir damit fort, was uns schon immer angetrieben hat: den Kollegen die tägliche Arbeit leichter zu machen. Konkret heißt das vor allem, wiederkehrende Abläufe weiter zu automatisieren und die Programme einfacher bedienbar zu machen, damit in den Geschäftsstellen mehr Zeit für das Gespräch mit dem Kunden bleibt. Dazu gehören mehr Transparenz in den Prozessen, eine engere Verzahnung der Systeme und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Sicherheit und Stabilität in einer technischen Landschaft, die sich rasant verändert: Cloud, neue Hardware-Generationen und nicht zuletzt die Frage, wo uns Künstliche Intelligenz sinnvoll unterstützen kann.
Wichtig ist mir dabei, dass wir bei allem Neuen unserem gemeinsamen Grundsatz treu bleiben: Wir führen nichts ein, weil es gerade modern ist, sondern weil es den Betrieb, die Mitarbeiter oder die Kunden wirklich besser macht.
Und für die Partnerschaft selbst wünsche ich mir schlicht, dass sie so bleibt, wie sie ist: offen, verlässlich und auf Augenhöhe. 100 Jahre Reisebank und 35 Jahre gemeinsamer Weg zeigen, dass diese Zusammenarbeit trägt – durch gute wie durch schwierige Zeiten. Ich freue mich auf das, was noch vor uns liegt.
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
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